Betriebsbesichtigung 16. Juni 2016

"Was passiert, wenn wir die 110 anrufen?"

KAB Belm besichtigt die Leitstelle der Polizei

"Was passiert, wenn wir 110 anrufen? Wie wird die Polizei und der Rettungswagen Vorort informiert?" Diesen Fragen und noch vielen weiteren sind 9 Mitglieder der KAB Belm auf den Grund gegangen und haben im Kreishaus die Leitstelle der Polizeidirektion Osnabrück besucht. Dieter Kemper, ehemaliger Schichtleiter in der Leitstelle, konnte alle Fragen exakt und umfangreich beantworten.

Es ist eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe die Notrufe aus der Bevölkerung aufzunehmen, den Anrufenden zu beruhigen, alle Informationen zu sammeln und dann die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie am sinnvollsten vorzugehen ist. Darüber waren sich alle Teilnehmer dieser Besichtigung einig und zollten den Beamten großen Respekt.

Bildungsveranstaltung 2. März 2016

Warum Gott!? - Warum Gott?

Göttliche Güte und menschliches Leiden

An dem Bildungsabend der drei kirchlichen Verbände hat der Referent Dr. Martin Splett in seinem theologischen Vortrag den Streit über die Existenz Gottes und das "Theodizee-Problem" aufgegriffen.

In seiner Güte kann Gott so manches Leid, das Menschen widerfährt, nicht wollen. In seiner Macht könnte er es verhindern oder beseitigen. Aber offensichtlich tut er es nicht. Warum nicht? Kann man überhaupt noch sinnvoll an einen Gott glauben, der Sinnvolles zulässt? Kaum eine religiöse Frage beschäftigt uns Menschen mehr, als die nach Gott und dem Leid. Dr. Splett hat diese Fragen mit einer Reihe von Lösungsversuchen kritisch beleuchtet. Er argumentierte als Lösungsvorschlag für einen intellektuellen redlichen Glauben an Gott angesichts des Übels.

24 Teilnehmer verfolgten diesen anspruchsvollen Vortrag.

Referent Dr. M. Splett

Kinderaktion Spielen 27. Februar 2016

Familien spielen gemeinsam - Brettspiele, Kartenspiele und vieles mehr ...


An diesem Nachmittag haben 8 Kinder und 8 Erwachsene neue Spiele kennenlernt, alte wieder neu entdeckt und einfach nur gemeinsam gespielt. Dies war den Organisatoren Judith Schäfer, Birgit Spellmeyer und Christian Bock besonders wichtig und sollte im Vordergrund stehen. Allen Beteiligten hat es viel Spaß gemacht.

Die nächste Kinderaktion ist am Montag, den 5. September "Bogen schießen" für die Älteren.

Bildungsveranstaltung 18. Februar 2016

"anHalten, damit alle zu Atem kommen"


Mit Franz-Josef Strunk, dem Betriebsratsvorsitzenden einer großen Osnabrücker Kleiderspedition haben 13 Teilnehmer über das "anHalten" im Alltag gesprochen.

Wie kommt es dazu, das ich "anHalten" muss? - Welche Formen des "anHaltens" gibt es? - Wie kann ein Arbeitgeber mich beim "anHalten" unterstützen?

Diese Fragen wurden im Gespräch intensiv bearbeitet und diskutiert.

Lesen Sie auch den NOZ-Artikel "Wenn der Angestellte rotiert".

Bildungsveranstaltung 27. Januar 2016

"TTIP - Konzerne profitieren, Menschen verlieren"

KAB Belm bezieht Stellung zu einem alle betreffenden Thema

Fluch oder Segen? Mit dieser Fragestellung befassten sich die Teilnehmer einer Bildungsveranstaltung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Belm. Anhand einer ARD-Dokumentation aus dem Jahr 2015 veranschaulichte der Referent Rafael Spellmeyer die Vor- und Nachteile, die TTIP (Trans-Atlantic Trade and Investment Partnership, zu Deutsch: Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft) nach Abschluss der Verhandlungen zwischen den USA und der EU voraussichtlich bringen wird. Der Film stellte zunächst die Vorteile z. B. für mittelständische Unternehmen heraus, wenn etwa technische Standards durch das Freihandelsabkommen vereinheitlicht werden oder das Handelsvolumen von Lebensmitteln oder Agrarprodukten noch weiter gesteigert werden könnte. Auf der anderen Seite stehen dem Befürchtungen wie die Einfuhr gentechnisch veränderten Lebensmitteln aus den USA oder die Senkung von in Deutschland angewendeten Umwelt- und Sicherheitsstandards gegenüber.

Der zweite Teil der Dokumentation ging dann auf die Argumentationen von Befürwortern und Ablehnern des Abkommens ein, indem die Auswirkungen durch das bereits in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen Kanada, USA und Mexiko (NAFTA) beleuchtet wurden. So sind auch hier Handelshemmnisse abgebaut worden, was aber besonders den Global Players, also den großen weltweit agierenden Unternehmen, zugutekommt. NAFTA hat aber bereits nach kurzer Zeit kleinere Unternehmen in Insolvenz gebracht, weil sie von "den Großen geschluckt" wurden. Ebenso negativ sind die Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. So zeigte der Film anhand von konkreten Beispielen, dass Industriearbeitsplätze wegen der erheblich geringeren Löhne nach Mexiko verlagert oder die Existenzgrundlage mexikanischer Kleinbauern vernichtet wurden. All das hat seit Ratifizierung des NAFTA-Abkommens zu einem weiteren Auseinanderklaffen der "Schere zwischen Arm und Reich" geführt.

Im Anschluss wurde von Teilnehmern in der Diskussion auf die ablehnende Positionierung der KAB zu dem Abkommen verwiesen, weil "ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden großen Wirtschaftsblöcken unweigerlich zu einer Benachteiligung anderer Regionen, wie zum Beispiel der sogenannten Dritten Welt, führen wird, was einen noch weit größeren Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen in die EU zur Folge hat" und "dass bei uns die Arbeit-, Sozial-, Produkt- und Umweltschutzstandards auf das niedrigste Niveau heruntergeschraubt werden". Hinzu kommt noch ein "großes Unbehagen über die nicht transparente bis vor kurzem sogar geheime Verhandlungsführung", die "Einschränkung von Mitbestimmungsrechten von Arbeitnehmern oder eine weitere Privatisierung öffentlicher Einrichtungen", wie einige Diskussionsteilnehmer äußerten.

Zum Abschluss wies der Referent auf die diözesanweite Veranstaltung der KAB am 3. März in Lingen hin, bei der den Argumenten sowohl der Befürworter als auch der Ablehner ein Forum zur Diskussion geboten wird.