Banner

Aktion Nikolaus im Fahrerhaus                                                              7. Dezember 2025

Nikolaus und Knecht Ruprecht überbringen Geschenke auf dem Rastplatz

Am 7. Dezember beteiligte sich die KAB Belm an der Aktion "Nikolaus im Fahrerhaus". Mit dieser Aktion soll auf die Lebenssituation der - meist aus Osteuropa stammenden - LKW-Fahrer:innen aufmerksam gemacht werden. Sie sind oft über viele Wochen quer durch Europa unterwegs; weit entfernt von ihren Familien und ihrer Heimat. Die Wochenenden verbringen sie auf Rastplätzen an der Autobahn in ihren Fahrerhäusern. Oft stehen sie unter Termindruck, werden schlecht bezahlt und bekommen sehr wenig Anerkennung für ihre Arbeit. Diese Aktion soll dazu dienen, einmal "DANKE" zu sagen und die Politik, sowie die Wirtschaft dazu aufzufordern, die Arbeitsbedingungen deutlich und nachhaltig durch faire Löhne, die Bereitstellung von Sozialräumen auf Rastplätzen sowie die kostenfreie Nutzung von Sanitärräumen und auch der Trinkwasserversorgung zu verbessern.

Der Nikolaus beschenkte die LKW-Fahrer (Unter ihnen auch eine Frau) auf dem Rastplatz "Rottkamp" an der A30 mit kleinen gefüllten Tüten. Diese haben die Mitglieder der KAB Belm mit Hilfe von Spenden der Spedition Strohbecke, Avanus GmbH, Marktkauf, dem Bonifatiuswerk und des KAB Diözesanverbandes mit diversen Leckereien und Hygieneartikel bestückt.

An über 80 Fahrertüren klopfte der Nikolaus an und viele wurden geöffnet. Die Fahrer freuten sich sehr über das "Danke" das Knecht Ruprecht als Schild in vielen verschiedenen Sprachen hochhielt.

Dank der Belmerin Frau Simon, die gebürtig aus Polen stammt und über einen großen Wortschatz in mehreren Sprachen Osteuropas verfügt, wurden viele Fahrer in ihrer Landessprache begrüßt. Erfreut über den Anblick des Nikolaus erzählten sie über ihre Lebenssituation:

Viele von Ihnen werden ihre Familien erst an Weihnachten wiedersehen und das macht sie sehr traurig. Junge Familienväter berichteten, dass es schmerzt, ihre Kinder nicht aufwachsen zu sehen. Einige Einige von ihnen waren unterwegs in die Kriegsgebiete der Ukraine und andere machen sich große  Sorgen um die Familie, die dort lebt. 

Die Fahrer freuten sich sehr über den Besuch des Nikolaus und die gefüllte Tüte und bedankten sich mit einem großen Lächeln und lieben Worten wie "You are a good man" oder "Vielleicht bis zum nächsten Jahr!" Einige stiegen aus ihren Fahrerhäusern und verteilten von sich aus als Dank Mandarinen oder Bonbons; sie machten ein Foto mit dem Nikolaus, um es der Familie in der Heimat zu schicken oder in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

Die Reaktion der Beschenkten löste einerseits bei den Mitgliedern der KAB große Freude aus, anderseits aber auch große Betroffenheit über die Arbeitsbedingungen und vor allem den Lebensbedingungen der Fahrer:innen und ihren Familien.